Serengeti National Park

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Zweifellos der glorreichste Nationalpark Tansanias und einer der bekanntesten der Erde.

Die Graslandschaften des Parks toben mit Leben. Den 1,5 Mio Gnus, 300.000 Zebras und 500.000 Thomson-Gazellen stehen mehr als 2700 Löwen, 1000 Leoparden sowie 500 Geparden gegenüber und prägen die vielfältige Tierwelt des Parks. Riesige Elefantenherden, Elenantilopen, Impalas, Wasserböcke, Giraffen, Strauße und Ginsterkatzen sind ein weiterer Teil des immensen Artenreichtums in der Serengeti.
Krokodile und Flußpferde sind die Herrscher der Flüsse, während mehr als 400 Vogelarten im blauen Himmel ihre Kreise ziehen.

Der Serengeti National Park deckt mit 15.000 qkm lediglich einen Teil des wesentlich größeren Ökosystems ab, welches die Ngorongoro Ebenen (nordöstlich des Ngorongoro Kraters und wichtig für die Große Migration) und Maasai Mara (weiter nördlich in Kenia) einschließt.

Nirgendwo in Afrika herrschen so gute Bedingungen, um Wildtiere zu beobachten. Topographische Aspekte und vulkanischer Untergrund, vor allem im Süden, erschweren den Bewuchs mit hohen Bäumen. Stattdessen bilden sich extensive Graslandschaften, ein offener Landschaftstyp, der weite Bilcke und gute Sicht verspricht.

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Vor allem die Große Migration hat die Serengeti weltberühmt gemacht. Gnus und Zebras sind permanent auf der Suche nach neuem Gras und Wasser, womit sie Teil der größten Migrationsbewegung von Wildtieren weltweit werden.
Untenstehend versuchen wir, eine Zusammenfasssung über die verschiedenen Phasen zu geben. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass diese aufgrund des Niederschlags und der Wasserverfügbarkeit im allgemeinen nicht mit Präzision vorherzusagen sind.

Abgesehen davon lebt eine Vielzahl von Tieren an ganzjährig wasserführenden Flüssen oder Seen, womit diese Populationen zwar keinen Teil der Migration bilden, sich aber mit den umherziehenden Herden vermischen.
Zudem sind Gazellen, Antilopen und Giraffen vorranging ortsgebunden, konzentrieren sich in der Trockenzeit in der Nähe der wenigen Wasserquellen und sind damit Ziele von Löwen und anderen Großkatzen.

Migration-mapDezember – April: Nach dem Ende der kürzere Regenzeit sammeln sich große Herden in den Gebieten, die sich vonden Ngorongoro Ebenen bis in die südliche Serengeti erstrecken. In diesem Zeitrahmen sind die Grashalme noch kurz, aber extrem nährstoffreich. Januar und März sind die Nachwuchsmonate, mehr als 80% der Neugeborenen kommen jetzt zur Welt. Die ersten Schritte eines kleinen Zebras observieren zu können, gehört zweifellos zu den magischsten Momenten einer Safari. Demzufolge empfehlen wir für den Jahresbeginn die zentrale und südliche Serengeti (Seronera und Ndutu/Masek). Dezember bis März gilt gemeinhin als Hochsaison, während bereits im April starke Regenfälle die Reise einschränken können. Andererseits ist dies die beliebteste Zeit bei Fotografen: sattes Grün und tiefe Farbkontraste am Himmel bieten besondere Aufnahmen. Zumeist regnet es nicht durchgängig, sodass nur wenige Touristen unterwegs sind und sich somit gute Gelegenheiten für besondere Tierbeobachtungen bieten. Nicht zu vergessen bieten viele Lodges günstigere Preise an.

Mai-Juni: Der Regen ist vorrüber und die Ebenen sind nahezu leer gefressen. Dies zwingt die Herden auf verschiedenen Wegen durch den westlichen Korridor und die zentrale Serengeti nach Norden zu ziehen. Das Hauptaugenmerk liegt nun eindeutig bei den Flussüberquerungen, welche zwischen Mitte Mai und Mitte Juni zu verfolgen sind. Ende April erreichen die ersten Tiere den westlichen Korridor und einen Monat später ist die Gegend von zahllosen Gnus und Zebras bevölkert. Was folgt ist besonderes Naturschauspiel. Die ersten Gnus, die am Fluss Grumeti ankommen, zögern zu Recht ihn zu überqueren. Auf engstem Raum lauert es nur so von Nil-Krokodilen. Durch das Eintreffen weiterer Herden und dem damit einhergehenden Platzproblem sind sie Tiere schlussendlich gezwungen, den Fluß in einem Spießrutenlauf hinter sich zu lassen. Für diesen Zeitraum empfehlen wir die zentrale und westliche Serengeti.

Juli–September: Die Herden ziehen weiter nach Norden zum Mara-Dreieck. Nun ist die Zeit gekommen, dass die Herden den Krokodil-verseuchten Mara-Fluss durchqueren müssen. Die Szenen, die sich hier abspielen stehen denen am Grumeti in nichts nach, sondern übertreffen sie teilweise. Ende August ziehen einige Gnus bis in die Maasai Mara in Kenia, der überwiegende Teil bleibt jedoch in der nördlichen Serengeti in Tansania. Tatsächlich liegt der Mara Fluss zu gleichen Teilen in Kenia und Tansania. Während jedoch auf kenianischer Seite Unterkünfte für mehr als 5000 Touristen zur Verfügung stehen, sind es in Tansania lediglich rund 200.

Oktober–November: Mit dem Beginn der kürzeren Regenzeit ziehen die Herden gen Süden. Es ist an der Zeit die zentrale Serengeti zu besuchen, vor allem die Lobo und Klein Gegend.